16. November 2015

Vollständiges Versagen der katholischen Kirchenführer


Papstdarsteller Franz erklärt beim Angelus, gestern, auf dem Petersplatz: "Den Namen Gottes zu gebrauchen, um die Gewalt und den Haß zu rechtfertigen, ist eine Blasphemie." Die Glaubenskämpfer üben aber die Gewalt nicht aus im Namen Gottes, und sie hassen auch nicht in Gottes Namen, sondern sie kämpfen im Namen Allahs. Sie mögen es während oder, wenn sie überleben, nach der Tat hinausschreien: "Allahu Akhbar!", aber Franz will nicht hören.


Kardinal André Vingt-Trois spricht in seiner Predigt, am Sonntagabend, in der Kathedrale Notre-Dame, beim Gottesdienst für die am Freitag, den 13. November 2015, Ermordeten und Verletzten von "tragischen Ereignissen, die unser Land geschlagen haben," frapper könnte auch heißen "überrascht haben", von "verblüfft haben" nicht zu reden.

Le Figaro veröffentlicht Auszüge, auf Seite 14, übernommen von der Website des Kardinals, unter dem Titel "Comment le chemin de la barbarie peut-il devenir un idéal ?" Wie kann der Weg der Barbarei ein Ideal werden?

Es sind weder "Ereignisse", noch gar "Begebenheiten", "Geschehnisse", sondern im Namen Allahs und seines Propheten begangene Morde; sie sind weder "tragisch", noch haben sie das Land überrascht, und wenn wer "geschlagen" ist, dann zu allererst die Ermordeten und Verletzten und nicht das Land.

Dann geht es auf diesem Niveau der Ignoranz weiter, als wenn es nicht seit vielen Jahren unzählige Äußerungen der Muslime zu ihren Operationen gäbe. Aber die Kleriker wissen besser, was die Muslime wollen, sie schätzen diese ein als Kinder, als unwissende, irregeleitete Jugendliche:

"Sie [die Ereignisse!] stellen uns zwei fürchterliche Fragen: Inwiefern kann unsere Lebensweise eine solche barbarische Aggression bewirken? Auf diese Frage antworten wir freiwillig durch die Bekräftigung unseres Festhaltens an den Werten der Republik, aber das Ereignis verpflichtet uns, uns über den Preis zu befragen, der zu entrichten ist für dieses Festhalten, und zur Prüfung dieser Werte.

Die zweite Frage ist noch fürchterlicher, weil sie einen Verdacht aufkommen läßt in vielen Familien: wie können die in unseren Schulen und Vorstädten ausgebildeten Jugendlichen eine derartige Not bzw. Hilflosigkeit kennen, daß das Hirngespinst des Kalifats und seiner moralischen und gesellschaftlichen Gewalttätigkeit ein mobilisierendes Ideal darstellen können?

Wir wissen daß die ersichtliche Antwort über die Schwierigkeiten bei der gesellschaftlichen Integration nicht ausreicht zur Erklärung der Anhängerschaft einer bestimmten Anzahl an den Glaubenskampf, auch wenn sie offensichtlich dem gesellschaftlichen Ausschluß entgehen. Wie kann dieser Weg der Barbarei zum Ideal werden? Was sagt dieses Umschwenken aus über die Werte, die wir verteidigen?"

Angela Merkel faßt das kürzer, in dem sie ihren Landsleuten rät, öfter in die Kirche zu gehen.

Was die Werte der Republik angeht, so heißt res publica nichts anderes als Staat, Staats-, Gemeinwesen, res = Sache, Ding, Gegenstand, etwas, publicus = öffentlich, Volks-, dem Volk gehörig, des Staates, staatlich, Staats-. Der Kardinal will also festhalten an etwas, das öffentlich ist, am staatlichen Gemeinwesen oder an welchen Kombinationen der angebotenen Vokabeln auch immer.

Der Islamische Staat hält ebenfalls fest am staatlichen Gemeinwesen.

"Inwiefern kann unsere Lebensweise eine solche barbarische Aggression bewirken?" Überhaupt nicht; denn es geht nicht darum. Selbst wenn alle Ungläubigen, den Musliminnen ähnlich, in Säcke gehüllt wären, keine Miniröcke, nichts dergleichen, wenn alle Katholiken und ehemaligen Christen täglich in die Kirche gingen, würde es nichts ändern an der Bestimmtheit des Glaubenskampfes. Wahrscheinlich würde der sogar verstärkt bei soviel sichtbar zur Schau gestelltem Christentum.

Die Glaubenskämpfer hegen keinen mörderischen Haß auf die dekadente und gottlose westliche Zivilisation, das ist in westlichen Kategorien gedacht, sondern sie setzen dem Westen die islamische Lehre entgegen. Es müßte selbst einem Kardinal auffallen, daß die Muslime nichts einzuwenden haben gegen die westliche Zivilisation.

Als Antwort auf Geert Wilders' Film Fitna belehrt ihn, im April 2008, ein sich Revolution nennender salafistischer kämpferischer Muslim der Salafiyyah Jihadiyyah zwar darüber, daß sein Film noch einige Glaubenskämpfer mehr produzieren werde, aber besonders eindrucksvoll dokumentiert er, wie unbedeutend der Film Fitna für den weltweiten Glaubenskampf ist. Ich habe es im Artikel "Wilders, der niederländische anti-islamische Provokateur" [nicht mehr online] dokumentiert:

Congratulations Geert. Your “Fitna” Movie Has Created More Mujaahideen Amongst The Muslims. Glückwunsch, Geert, Dein Film "Fitna" hat mehr Glaubenskämpfer geschaffen unter den Muslimen. Er droht, und man kann es noch heute auf einer Muslim-Website nachlesen (nicht mehr online auf Salafiyyah Jihadiyyah und bei Revolution), aber auf Arrahmah, 4. April 2008:

"An Geert, fürwahr, unsere Religion wird bis zum Jüngsten Gericht dieselbe bleiben. Wir sind glücklich, daß es Leute gibt wie dich, die sich dem Zorn Allahs aussetzen. Wir sind außerdem glücklich, weil es uns tröstet zu wissen, daß es wirkliche Feinde des Islam gibt, so wie Allah es im Koran vermerkt.

Wir sind nicht daran interessiert, dieses oder jenes zu verurteilen, sondern daran, Euch wissen zu lassen, daß der Islam ganz Europa beherrschen wird, einschließlich Deiner Heimatstadt, und die Kopfsteuer wird über Dein Land verhängt werden, alle Ungläubigen in Erniedrigung haltend, bis sie sich dem Islam unterwerfen. Laßt uns daran erinnern, daß Tausende von Muslimen in Deiner Nähe wohnen; so mach´ Dich immer auf das Unvorhergesehene gefaßt. Gegen Ende Deines Filmes schriebst Du: 'Denn es ist nicht an mir, sondern an den Muslimen selbst, die haßerfüllten Verse aus dem Koran zu entfernen.' Diese Deine Erklärung bestätigt einen Vers im Koran: 'Und niemals werden weder Juden noch Christen  von euch angetan sein, bis ihr nicht ihrer Millah folgt (ihrer Lebensart / Religionsform). (Koran 2:120) ...

Du sagtest, 'der Islam will herrschen, unterwerfen und trachtet danach, unsere westliche Zivilisation zu zerstören.' Das ist richtig. ... Wir hassen Euch nicht für Euere Freiheiten, weil wir diese Freiheiten nicht als Wert ansehen, wir hassen Euch Eueres Unglaubens und Eueres Trotzes wegen. So sei gewarnt, und auch wir werden gewarnt sein. Islam verurteilt Demokratie, Islam verurteilt Christen und Juden, Islam verurteilt die Korruption der Ungläubigen der Welt, und Islam ist gekommen, die Armeen des Unglaubens zu vernichten und die falschen Regierungen und Religionen der Welt zu zerschmettern, um die Menschheit von der Dunkelheit ins Licht zu führen."

Dekadenz und Gottlosigkeit sind kein Grund und kein Anlaß für den Glaubenskrieg, sondern es ist die Weigerung, sich dem Islam zu unterwerfen. Mehr dazu im Artikel, vom 16. September 2012. Der Islamismus? Antwort auf Richard Herzinger

Nach der ersten Leerformel als Antwort auf eine Frage, die das Wesentliche nicht berührt, kommt vom Kardinal der zweite Streich. Ungeachtet der Tatsache, daß vom debilen, mit Sprenggürtel ausgestatteten Jungen, der von Glaubenskämpfern der IDF zum Abschuß freigegeben wird, über bestens ausgebildete Frauen, wie das "Schneewittchen" Hanadi Jaradat, bis hin zu Ingenieuren mit Universitätsabschluß, wie Mohammed Atta, die Glaubenskämpfer aus allen Bildungsschichten stammen, und trotz der Information, nur einmal dieser einen, daß die sehr raffiniert gebauten Sprenggürtel der Glaubenskämpfer von Paris von einem Sprengmeister stammen müssen, der sich nicht etwa in die Luft gesprengt hat, sondern sich weiterhin in der Gegend aufhält, geht es wieder los mit den armen Vorstadtkindern ohne Hoffnung auf eine Zukunft in unserer Gesellschaft. Das Kalifat tut der Kardinal ab als Hirngespinst, stattdessen handelt es sich um ein organisiertes Gemeinwesen, um eine res publica. Islamischer Staat = الدولة الإسلامية, ad-dawla al-islāmiyya.

Soweit erst einmal. Morgen beende ich die Rezension des neuen Buches von Akif Pirincci : Die große Verschwulung, versprochen, und wenn es heute Abend keine Folgen von Inspector Barnaby gibt, selbst mit dem Langweiler John, dann, dann springe ich von der Fußbank!

"Wir müssen lernen zu denken wie die Mörder!" Inspector John Barnaby.
Gesegnet sei die Braut (Echoes Of The Dead). Staffel 14, Folge 3 (90 Min.)
ZDFneo, 16. November 2015