27. Januar 2013

Lebensborn. Im Zeugungshaus der Sarah Cohen-Scali


Vorbei die Zeit, da Philosophen und Schriftsteller Frankreichs wie Descartes und Diderot das Licht der Vernunft in die Welt bringen! Heuer wird frau als Philosophin Kinderbuch- und Krimiautorin, wogegen nichts einzuwenden wäre, wenn sie dabei bliebe. Das ersparte den Lesern die Erkenntnis, daß nicht mehr cogito ergo sum, sondern mentior ergo sum angesagt ist. Worum geht es?

Die Pariser Schriftstellerin Sarah Cohen-Scali, 1958 geboren in Fes, begibt sich an das Thema Lebensborn und preßt es in das Prokrustesbett für "Jugendliche ab 15". Titel, kurz und knapp: Max. Ein über 472 Seiten ausgebreiteter Text erscheint im Mai 2012 bei Gallimard und wird wochen- und monatelang einhellig bejubelt von der französischen Kritik: Un coup de cœur, un coup de masse. Eine besondere Empfehlung, ein Keulenschlag, schreibt die 16-jährige Büchernärrin Kyeira; für sie ist das Buch un trésor de culture, eine Schatztruhe der Kultur.

68. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

Zu Ehren der Opfer fliegt die israelische Luftwaffe über Auschwitz.
(Archiv)
Türmt die Toten auf, türmt sie zu den Lichtgespinsten so gespenstisch über euch.
Sagt, was seht ihr? Hört ihr? Mich? Abertausendtief da unten?
(Robert David Winterfeld alias Robert Gilbert)

25. Januar 2013

Karl Lagerfeld und die Ehe für alle


Danke, Karl Lagerfeld! Besser konnten Sie die Homo-Ehe, in Frankreich gar le mariage pour tous, nicht ad absurdum führen, das Foto ist entlarvend. Wie frau sieht, sind beide Brautkleider identisch, das heißt, Sie halten es nicht für nötig, zwei verschiedene Brautkleider zu kreieren, sondern Sie heben die Individualität der Trägerinnen oder Träger auf. Träger? Ja, wunderbar, es werden sich doch außer Lesben noch Geschwister, Vettern und Basen, Schwule und Transvestiten finden, die sich so uniformieren lassen! Auch der Landmann mit seiner Eselin könnte Gefallen finden an Ihren Brautkleidern, da wären allerdings an einem Änderungen nötig. Jetzt bin ich endlich stolz, eine Deutsche zu sein!

23. Januar 2013

Lebensborn. In der Zuchtanstalt Heinrich Himmlers

Am 14. März 2012 veröffentlicht Flammarion, der drittgrößte Verlag Frankreichs und 100 Prozent im Besitz von Madrigall, des Mutterhauses des Verlages Gallimard, ein Buch des Enthüllungsjournalisten Boris Thiolay, vom Express : Lebensborn. La fabrique des enfants parfaits. Enquête sur ces Français nés dans les maternités SS Lebensborn. Die Fabrik der vollkommenen Kinder. Untersuchung über die in den Entbindungsheimen der SS geborenen Franzosen. Es geht um das Lebensborn-Heim "Westwald", in Lamorlaye bei Chantilly, 40 Kilometer nördlich von Paris. Der Autor wählt den Begriff "la fabrique", von fabriquer = herstellen, machen, und weist damit bereits im Titel die Richtung, in die seine Untersuchungen gehen, den Verein Lebensborn e.V. hinzustellen als eine Zuchtanstalt, in der dem Rassenwahn der Nazis genügende Kinder "nordischer Rasse" fabriziert werden, "die zukünftige Elite eines Dritten Reiches, das 1000 Jahre dauern sollte." Gleichzeitig wird dadurch die Verbindung hergestellt zur fabrique de mort, wie die Vernichtungslager der Nazis genannt werden, Fabrik des Todes. Dieser Zusammenhang zum Lebensborn besteht durchaus: "Einrottung" als Komplementär zur Ausrottung.

18. Januar 2013

Frankreich als rostbraunes Ochsenauge der Politik Israels


Rechtzeitig zum Auftritt des Mahmud Abbas vor der UN-Generalversammlung und der Ausrufung eines Phantasiestaates "Palästina" bringt die New York Times, am 25. November 2012, eine Filmkritik von A. O. Scott zum Dokumentarfilm des israelischen Regisseurs Dror Moreh über sechs israelische Meisterspione, es gehe darin um eine "undurchsichtige Vergangenheit und eine finstere Zukunft":  The Gatekeepers, zu deutsch die Pförtner, Torwächter, aber auch, und das trifft's besser, das Rostbraune Ochsenauge, Name eines Tagfalters, den ich aber nicht beleidigen will, es geht mehr um seine Farbe.

17. Januar 2013

USA. CIA Direktor John Brennan über den Islam


Ali enthauptet Nasir b. al-Harith im Auftrag von Muhammad. 
Nach John Brennan war das weder heilig, noch islamisch noch rechtmäßig.

[John] Brennans den Islam betreffende Weltanschauung, die tatsächlich die stark zum Ausdruck kommende Position der Regierung Obamas ist: grundsätzlich, "unseren Feind mit religiösen Begriffen zu beschreiben", ist abwegig und kontraproduktiv; im besonderen, "beschreiben wir auch nicht unseren Feind als 'Glaubenskämpfer' oder 'Islamisten', weil der Glaubenskampf eine heilige Anstrengung ist, ein legitimes Dogma des Islam, es bedeutet, sich selbst oder seine Gemeinschaft zu reinigen, aber es ist nichts Heiliges oder Rechtmäßiges oder Islamisches (Hervorhebung hinzugefügt) dabei, unschuldige Männer, Frauen und Kinder zu ermorden."

16. Januar 2013

Antisemit? Jakob Augstein? Mais non !

Haltung, bitte! Aber eine neutrale. Autor Olivier Guez, "ich bin Journalist, Franzose, und ich bin Jude", wird von Jakob Augstein ausdrücklich ersucht, im FREITAG frei darüber zu schreiben, was er "über ihn als die Nummer 9 auf der Liste der schlimmsten Antisemiten der Welt und über Antisemitismus in den Medien schreiben möchte." Davon abgesehen, daß auch Olivier Guez nicht englisch lesen kann, daß beim SWC nichts von "schlimmsten Antisemiten der Welt" geschrieben steht, sondern von den Top Ten antisemitischer und anti-israelischer Beleidigungen, Verleumdungen, Verunglimpfungen, beweist der Artikel einmal mehr die Unzulänglichkeit der Begriffe "Antisemitismus" und "antisemitisch".

Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder!


14. Januar 2013

Antisemit? Jakob Augstein? Nein!

Das Problem entsteht aus dem Gebrauch unzutreffender Begriffe. Mit dem Begriff "Antisemitismus" ist es wie mit dem Begriff "Holocaust". Mit beiden  verbinden Deutsche nichts, sie gehen sie nichts an, werden bei Bedarf ausgegrenzt, und Bedarf ist oft. Der Autor der "Gartenlaube" Wilhelm Marr hat "Antisemitismus" 1879 in die Welt gesetzt, um pseudowissenschaftlich zu verbrämen und zu rechtfertigen, was zu deutsch Judenfeindschaft, Judenhaß, Verachtung von Juden ist, ein Ressentiment. "Er trug damit zu einem neuen Wortschatz bei – einem, mit dem sich die jahrhundertealte Feindschaft gegenüber den Juden wirkungsmächtig ausdrücken ließ, " schreibt das Deutsche Historische Institut Washington.

10. Januar 2013

Frankreich. Ehe für alle! Demonstration für alle!

von der sich François Hollande seine Entscheidung nicht vorschreiben läßt.
Von links nach rechts:
Claude Baty, Präsident der Protestantischen Föderation Frankreichs
Joël Mergui, Präsident des Zentralen israelitischen Konsistoriums Frankreichs
Gilles Bernheim, Großrabbiner von Frankreich
Eminenz André Vingt-Trois, Erzbischof von Paris
Foto:  Marc Chaumeil / Pool Le Figaro

5. Januar 2013

WKI. Jildirim. Deutsch-türkische Allianz

Wer mit Muslimen gemeinsame Sache macht, 
sich mit ihnen politisch, wirtschaftlich und/oder militärisch gegen Nichtmuslime zusammentut, 
wird langfristig immer verlieren. 
Das gilt für alle!


4. Januar 2013

Frankreich erstes Risiko für die Eurozone


Photo : Eric Garault / Le Figaro Magazine

Horizonte 2013. Le Figaro, 3. Januar 2013: Für den Ökonomen und Historiker Nicolas Baverez könnte Frankreich in diesem Jahr über seine Schulden einen Schock erleiden, der schlicht tödlich für Europa wäre. ...

Welches sind die grundsätzlichen Probleme, an denen Frankreich leidet?

Aktualisiert, am 5. Januar 2013 (siehe unten)

3. Januar 2013

Frankreich fördert die Zusammenarbeit mit der Hamas gegen Israel


Während der Operation Wolkensäule gewährleistete die IDF 
über Kerem Shalom weiter den Gütertransfer nach Gaza

Willkommen in Palästina, 20. Dezember 2012: Auf dem Weg nach Gaza! Danke an alle!

Wir fahren an diesem Wochenende los und stoßen zunächst zu unseren ägyptischen Freunden in Kairo, mit denen wir am 27. Dezember aufbrechen werden, um uns in den Gazastreifen zu begeben. Dank Euch allen betrifft diese Mission mehr als nur die Hundertschaft Freiwilliger, die losfahren. Sie zeigt die Solidarität mit der Bevölkerung von Gaza einer großen Anzahl von Frauen und Männern, die NEIN sagen zur Blockade von Gaza. Ein außerordentlicher Schwung von Solidarität hat unserem Aufruf geantwortet, und dank Euch fahren wir los mit mehr als einer Tonne [!] von Medikamenten, mit einer Ausstattung für Gesichtschirurgie mit einem Gesamtwert von 18 000 Euro, mit Lehrbüchern für Französisch (mehrere Tausend Euro), mit Sportbekleidung für die jungen Fußballer, die in Gaza zu treffen, wir rechnen, und mit den Süßigkeiten, die mit den Familien in Gaza gemeinsam gegessen werden sollen.

1. Januar 2013

Frankreich. Warum daraus nichts wird


In der Gegend von Nantes, im Département Loire-Atlantique, wird ein Flughafen gebaut, l'Aeroport du Grand Ouest Notre-Dame-des-Landes. Seit vierzig Jahren wird daran gedacht, den Flughafen Nantes-Atlantique durch einen neuen zu ersetzen. Anfang der 90er Jahre erweist sich die Verlagerung nach Notre-Dame-des Landes für die beste Lösung. Im Jahr 2000 bestätigt die Regierung diese Wahl, Durchführbarkeitsstudien werden in Auftrag gegeben, und im Jahr 2003 beginnen öffentliche Diskussionen über den geplanten Flughafen. Drei Jahre später folgt ein öffentliches Anhörungsverfahren, das am 9. Februar 2008 zur Erklärung der Gemeinnützigkeit des Projektes führt. Es tritt in die Phase der Realisierung ein. 2017 soll der neue Flughafen in Betrieb genommen werden.