16. September 2012

Der Islamismus? Antwort auf Richard Herzinger

Am Samstag, den 15. September 2012, schreibt Richard Herzinger in der WELT seine Meinung zu den letzten Verbrechen von Muslimen, vom Sturm auf die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Khartum, von der "hoch gelobten Rede in Kairo" (hochgelobten!) des zu der Zeit kein halbes Jahr im Amt wirkenden US-Präsidenten Barack Obama, vom Abzug der USA aus dem Irak, dem bevorstehenden Abzug der NATO aus Afghanistan, der Rolle der Regierungen Ägyptens und des Sudans in der Inszenierung der Verbrechen, der Zukunft Syriens nach dem Sturz Bashar al-Assads, über den antimuslimischen Film aus den USA und die Christenverfolgungen in der arabischen Welt. Sein oberstes Ziel dabei ist die Einordnung dieser Aktivitäten und Operationen in den Rahmen einer kulturübergreifenden "epochalen Konfrontation mit den Feinden der offenen Gesellschaft". Dieses Leitmotiv steht am Anfang seines Kommentars, und es beschließt ihn. Damit ist wieder eine Chance zur Analyse vertan.

Es geht los mit der Überschrift: Der Islamismus strebt nach der Weltherrschaft, und es folgen im Text "islamistischer Extremismus", "islamistische Ideologen", Terminus "islamistisch" (USA), "islamistische Erweckungsbewegung", "islamistische Gewaltwelle", "islamistische Selbstermächtigung zur Gewalt". In allen Fällen handelt es sich um den Islam, einen vom Islam unterschiedenen "Islamismus" gibt es nicht, sondern Islam is Islam, and that's it, wie Recep Tayyip Erdogan als Bürgermeister von Istanbul schon in den 90er Jahren auf Canal D-TV erklärt.

Der Meinungsbeitrag ist auf einer Illusion aufgebaut, und so kann er nur Illusionen schaffen. Entsprechend wird die Bezeichnung "islamistischer Terror" durch die Regierung der USA nicht kritisiert.

Im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Muslimen gibt es auch keine "antisemitischen Karikaturen". Die Bezeichnung ist ahistorisch, unzutreffend, und führt vom Problem weg, das nicht erst seit der Begriffsbildung durch Wilhelm Marr, 1879, besteht, sondern die Karikaturen sind judenfeindlich. Judenhaß, Judenverachtung, Judenverfolgung sind das Herzstück des Islam, dokumentiert im Koran ab Sure 1 und thematisiert in zahlreichen folgenden Suren. Allah zürnt den Juden, die sich nicht der Lehre des Mohammed unterwerfen wollen. Und wenn Allah zürnt, dann zürnt Mohammed, der Allah auf Erden, er rottet ihre Stämme auf der saudischen Halbinsel aus und ändert 624 die Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka, nachzulesen in Sure 2:142 ff. Was die Christen angeht, so wird ihre Religiosität milder beurteilt, sie sind Irrende. Das ändert aber nichts daran, daß sie wie die Juden zu behandeln sind, gegen beide haben die Muslime zu kämpfen und sie umzubringen, wenn sie sich nicht unterwerfen. Die Geschichte der islamischen Eroberungen legt davon Zeugnis ab. Eine Karte zur Ausbreitung des Islam bis 850 zeigt die Effizienz, mit der die Eroberer im Namen des Islam vorrücken. Es ist der Islam, der seit 1 400 Jahren nach der Weltherrschaft strebt. Koran, Sunna, Scharia sind bis heute die Grundlagen für alle Islamisierungsaktivitäten und -operationen weltweit.

Die Einschätzungen des Richard Herzinger müssen auf den Islam bezogen werden, die dem Islam Unterworfenen, die Muslime, machen keinen Unterschied zwischen den USA und den willfährigeren Euopäern. Allerdings hegen sie, anders als Richard Herzinger meint, nicht "mörderischen Haß gegen die 'dekadente' und 'gottlose' westliche Zivilisation", das ist in westlichen Kategorien gedacht, sondern sie setzen dem Westen die islamische Lehre entgegen. Es müßte auffallen, daß die Muslime nichts einzuwenden haben gegen die Errungenschaften der westlichen Zivilisation, besonders deutlich wird das an dem Foto, auf dem ein Muslim, sein Handy im Mund, den ermordeten Botschafter fortschleift.

Als Antwort auf Geert Wilders' Film Fitna belehrt ihn, im April 2008, ein sich Revolution nennender salafistischer kämpferischer Muslim der Salafiyyah Jihadiyyah darüber, daß sein Film noch einige Glaubenskämpfer mehr produzieren werde, aber besonders eindrucksvoll dokumentiert er, wie unbedeutend der Film Fitna für den weltweiten Glaubenskampf ist. Ich habe es im Artikel "Wilders, der niederländische anti-islamische Provokateur" dokumentiert: Congratulations Geert. Your “Fitna” Movie Has Created More Mujaahideen Amongst The Muslims. Glückwunsch, Geert, Dein Film "Fitna" hat mehr Glaubenskämpfer geschaffen unter den Muslimen. Er droht, und man kann es noch heute auf einer Muslim-Website nachlesen (nicht mehr online auf Salafiyyah Jihadiyyah und bei Revolution):

"An Geert, fürwahr, unsere Religion wird bis zum Jüngsten Gericht dieselbe bleiben. Wir sind glücklich, daß es Leute gibt wie Dich, die sich dem Zorn Allahs aussetzen. Wir sind außerdem glücklich, weil es uns tröstet zu wissen, daß es wirkliche Feinde des Islam gibt, so wie Allah es im Koran vermerkt.

Wir sind nicht daran interessiert, dieses oder jenes zu verurteilen, sondern daran, Euch wissen zu lassen, daß der Islam ganz Europa beherrschen wird, einschließlich Deiner Heimatstadt, und die Kopfsteuer wird über Dein Land verhängt werden, alle Ungläubigen in Erniedrigung haltend, bis sie sich dem Islam unterwerfen. Laßt uns daran erinnern, daß Tausende von Muslimen in Deiner Nähe wohnen; so mach´ Dich immer auf das Unvorhergesehene gefaßt. Gegen Ende Deines Filmes schriebst Du: 'Denn es ist nicht an mir, sondern an den Muslimen selbst, die haßerfüllten Verse aus dem Koran zu entfernen.' Diese Deine Erklärung bestätigt einen Vers im Koran: 'Und niemals werden weder Juden noch Christen von euch angetan sein, bis ihr nicht ihrer Millah folgt (ihrer Lebensart / Religionsform).(Koran 2:120) ...

Du sagtest, 'der Islam will herrschen, unterwerfen und trachtet danach, unsere westliche Zivilisation zu zerstören.' Das ist richtig. ... Wir hassen Euch nicht für Euere Freiheiten, weil wir diese Freiheiten nicht als Wert ansehen, wir hassen Euch Eueres Unglaubens und Eueres Trotzes wegen. So sei gewarnt, und auch wir werden gewarnt sein. Islam verurteilt Demokratie, Islam verurteilt Christen und Juden, Islam verurteilt die Korruption der Ungläubigen der Welt, und Islam ist gekommen, die Armeen des Unglaubens zu vernichten und die falschen Regierungen und Religionen der Welt zu zerschmettern, um die Menschheit von der Dunkelheit ins Licht zu führen."

Allen denjenigen, die sich nun über die angeblich für die Ausschreitungen vom 11. September 2012 verantwortlichen Macher der Filmschnipsel vom Juli 2012 über den Propheten Mohammed hermachen, hätten am Beispiel des Filmes Fitna studieren können, daß es sich um weniger als einen Vorwand handelt. Richard Herzinger hätte lernen können, daß die Gründe, die er aufzählt, Dekadenz und Gottlosigkeit, kein Grund und kein Anlaß für den Glaubenskrieg sind, sondern es ist die Weigerung, sich dem Islam zu unterwerfen.

Solange das nicht klar ist, kann man auch nicht einsehen, warum man den Muslimen in ihren Forderungen nicht entgegenkommen sollte. Unsere Politiker tun das täglich, sie zermartern sich ihr Hirn, was sie noch tun können, dem Eindruck von westlicher Dekadenz und Gottlosigkeit entgegenzuwirken. Alle für die Muslime unter dem Markenzeichen "Integration" ersonnenen millionenschweren Aktivitäten ändern nichts am Ziel des Islam und seiner Funktionäre, unsere Gesellschaft zu islamisieren. Wenn sie dieses Ziel nicht verfolgten, dürften sie ihrer Lehre gemäß nicht in unserer Mitte wohnen, sie müßten in ein islamisches Land ziehen. Der Muslimbruder Tariq Ramadan macht sich darüber seit Jahren Gedanken und schreibt Werke über das dar al-harb, das zum dar al-da'wa oder dar al-schahada geworden sei. Wir werden eingeladen, den Islam anzunehmen. Rainer Brunner, auf der Website der Bundesanatalt für politische Bildung, ist angetan davon.
So müßte es also heißen: "Das Ziel der islamistischen Erweckungsbewegung ist nicht bloß die 'Befreiung' islamischen Bodens von fremden Eindringlingen, es ist die Weltherrschaft des Islam, wie sie ihn verstehen: als totalitäre religiöse Diktatur. Deshalb werden sie uns erst Recht jetzt keine Ruhe lassen, nachdem wir die säkular-demokratischen Kräfte in Afghanistan ihrer Willkür ausgeliefert haben."

Von Richard Herzinger wüßte ich gern, ob er meint, daß Barack Obama und seine Außenministerin Hillary Clinton das selbst glauben, was sie über den Islam verkünden, ihn zum Hort humaner Werte verklären und von jedem Extremismus freisprechen, oder nicht, immerhin war Barack Obama in seiner indonesischen Jugend jahrelang Muslim, wurde von einem muslimischen Stiefvater erzogen. Im ersteren Fall könnten sie durch die Ereignisse lernen, im anderen wären sie Betrüger an ihrer Bevölkerung. Ich vermute letzteres. Sie halten sich die Muslimschwestern Dalia Mogahed und Huma Abedin, um der Welt Sand in die Augen zu streuen. Dalia Mogahed hat dem POTUS die Fälschungen und Verdrehungen des Korans in seine Kairoer Rede geschrieben. Und was die Streichung des Begriffs "islamistischer Terror" angeht, so müßte die den Richard Herzinger mit Genugtuung erfüllen: "Die epochale Konfrontation mit den Feinden der offenen Gesellschaft verläuft global, unabhängig von 'Kulturkreisen'." Die Feinde der "offenen Gesellschaft" sind überall am Werke. Schade, daß Richard Herzinger das nicht in wenigen Worten erläutert. Muß frau denn alles selbst googlen?

Den militärischen Rückzug des Westens aus dem Irak und aus Afghanistan fassen nicht nur "islamische Fundamentalisten und Dschihadisten" als Schwäche auf, sondern alle Muslime, die gesamte islamische Welt. Auch das ist in der Lehre des Islam begründet. Kein Gläubiger darf eine eigene Wahl treffen (Sure 33:36), gegen Ungläubige haben die Muslime zu kämpfen, auch wenn es ihnen zuwider ist (Sure 2:216). Das ist für sie seit den ersten Sahaba Stärke.

Oberbefehlshaber Khalid Ibn al-Walid stellt den Einwohnern des Irak im Auftrag des Kalifen Abu Bakr vor der Schlacht Dhat al-Silasil (Schlacht der Ketten) zur Eroberung Bagdads, im Jahr 634, das Ultimatum: "Nehmt den Glauben an, und Ihr bleibt unversehrt; wenn nicht, so bezahlt Tribut, Jizya. Wenn Ihr Euch weigert, das eine oder das andere zu tun, habt Ihr selbst die Schuld. "Ein Volk ist schon über Euch gekommen, das den Tod so liebt, wie Ihr das Leben."

Der Islam ist nicht nur eine totalitäre Politideologie, sondern ein dem Kult der SS ähnelnder Todeskult, der weder das Leben der Gläubigen noch der Ungläubigen als Wert erachtet. Die Ungläubigen sind zusätzlich noch die schlimmsten Tiere (Sure 8:55), Affen und Schweine (Suren 2:65-66, 5:60, 7:166), sie kommen in die Hölle (Sure 98:6), wo ihre Haut verbrannt, ihnen über die Ohren gezogen und eine neue Haut wieder verbrannt wird usw. (Sure 4:56). Vielleicht fragt derjenige, der das nicht für möglich hält, in Israel nach. Videos bei MemriTV sind ebenfalls informativ. Da sagen es die Muslime selbst. Und was die Gefährlichkeit angeht, so nehmen sich Salafisten und Muslimbrüder nichts. Sie werden von unterschiedlichen Kreisen in Saudi-Arabien, Katar und den Golfstaaten ausgehalten, militärisch gedrillt und mit Waffen beliefert. Einfach googlen: Muslim Brotherhood financed by und Salafis financed by. Die Hamas und al-Qaida sind Zweigstellen der Muslimbruderschaft. Es ist denjenigen bekannt, die heute so begeistert den Sturz des syrischen Regimes betreiben, allen voran den USA mit Hilfe der Türkei, daß Syrien unter salafistische und Muslimbruderherrschaft fällt. Wer da letztlich obsiegt, den hingeschlachteten Tausenden von Alawiten, Schiiten und Christen wird die Kenntnis nichts nützen.

Die von den USA verfolgte Strategie der Schwächung Rußlands und Chinas wird nicht greifen, die 70er Jahre können nicht kopiert werden. Diejenigen die meinen, die USA schwächten mit ihrer Politik auch den Iran, das sei doch gut für Israel, werden enttäuscht sein. Sie kennen die Perser nicht, nicht deren Verachtung für die Araber, die ist noch größer als die für die Türken. Der Iran wird sich noch mehr an Rußland und China anlehnen, dabei werden die Interessen der USA unter die Räder geraten. Das ist die Arabienpolitik des Barack Obama und der Hillary Clinton. Barack Obamas Mäzen George Soros wird, bevor er das alles in vollen Ausmaßen überschauen kann, schon verstorben sein.

Nicht der "Islamismus", sondern der Islam, sehr geehrter Herr Herzinger, zersetzt unsere offene (?) Gesellschaft. Benötigen Sie, das zu begreifen, noch viel Zeit? Es wäre schade, vor allem für die jungen Menschen im Westen; denn sie müssen mit den Folgen leben. Auch ich beiße wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren ins Gras (vorher noch einige Male in den GraSS, hoffe ich), aber die heutigen Jugendlichen sind dem Ansturm der totalitären Politideologie des Islam ausgesetzt. Es ist erstaunlich, daß Sie das bei ihrem sonstigen Durchblick nicht fassen können: Der Islam will die Welteroberung.
Das schreibt Prof. Dr. Egon Flaig vor genau sechs Jahren, am 15. September 2006.